schäumen

schäu|men ['ʃɔy̮mən]:
1. <itr.; hat
a) (von flüssigen Stoffen) an der Oberfläche Schaum bilden:
das Bier schäumt im Glas; die Brandung schäumt.
b) in Verbindung mit Wasser Schaum entwickeln; dazu geeignet sein, Schaum zu entwickeln:
die Seife schäumt gut; eine stark schäumende Zahnpasta.
2. <itr.; hat (geh.) (vor Wut, Zorn o. Ä.) außer sich sein; sehr zornig, wütend sein:
sie schäumte [vor Wut].
Syn.: sich ärgern, auffahren, sich aufregen, aus dem Häuschen sein (ugs.), außer sich sein, durchdrehen (ugs.), in Rage sein (ugs.), rasen, toben, [vor Wut] kochen (ugs.).
3. <tr.; hat mithilfe von Gas oder Luft porös machen, zu Schaum verarbeiten:
Materialien schäumen; eine Verpackung aus geschäumtem Kunststoff.

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schäu|men 〈V. intr.; hat
1. Schaum bilden, Gischt aufwerfen (Bier, Sekt, Wellen)
3. 〈fig.〉 wütend sein
● der Sekt schäumt im Glas; er schäumt vor Empörung, Wut, Zorn; eine stark \schäumende Seife

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Schäu|men: Bildung gasgefüllter Flüssigkeits- oder Feststoffbläschen ( Schaum), z. B. auf siedenden oder Schaumbildner enthaltenden Fl. oder bei der Schaumstoffherst. mittels Blähmitteln. Unerwünschtem S. begegnet man mit Schaumregulatoren.

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schäu|men <sw. V.> [älter: schaumen, mhd. schūmen, ahd. scūman]:
1.
a) <hat> (von flüssigen Stoffen) auf der Oberfläche Schaum (1) entwickeln, bilden:
Gischt schäumt;
b) <hat> in Verbindung mit Wasser Schaum (1) entwickeln, bilden:
eine stark schäumende Zahnpasta;
c) <ist> unter Schaumbildung sich irgendwohin bewegen, fließen:
ein Brecher schäumte über das Deck.
2. <hat> (geh.) (vor Zorn, Wut o. Ä.) außer sich sein [u. wütend, geifernd seiner Erregung Luft machen]:
er schäumte [vor Wut].
3. <hat> (Technik) mithilfe von Luft, Gas o. Ä. porös machen, zu Schaum (4) verarbeiten:
geschäumter Kunststoff.

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Schäumen,
 
Herstellungsverfahren für Schaumstoffe, bei denen sich das Grundmaterial durch eingebrachte oder beim Verarbeitungsprozess gebildete Gase aufbläht, bevor es durch chemisches Vernetzen, Gelieren oder Erkalten fest wird.

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schäu|men <sw. V.> [älter: schaumen, mhd. schūmen, ahd. scūman]: 1. a) (von flüssigen Stoffen) auf der Oberfläche ↑Schaum (1) entwickeln, bilden <hat>: das Bier war so kalt, dass es kaum schäumte; der Sekt schäumt in den Gläsern; die Brandung, Gischt schäumt; Eine Hängebrücke spannte sich über den schäumenden Fluss (Funke, Drachenreiter 305); b) in Verbindung mit Wasser ↑Schaum (1) entwickeln, bilden <hat>: das Reinigungsmittel, Waschpulver, die Seife schäumt; eine stark schäumende Zahnpasta; c) unter Schaumbildung sich irgendwohin bewegen, fließen <ist>: Bier schäumte in die Gläser; der Sekt schäumte aus der Flasche; die Brandung schäumte auf den Strand; ein Brecher schäumte über das Deck; Ü Sein Hass schäumt wie jeder gute Hass weit über die Ufer (Tucholsky, Werke II, 310). 2. (geh.) (vor Zorn, Wut o. Ä.) außer sich sein [u. wütend, geifernd seiner Erregung Luft machen] <hat>: er schäumte [vor Wut]; Sie schäumte vor Erregung, wenn sie Heinz nur von weitem sah (Brod, Annerl 164); Vermutlich steht die Geierin hinter den Gardinen und schäumt gerade vor Entsetzen über meinen liederlichen Umgang (Straessle, Herzradieschen 81); Und dagegen also schäumte (eiferte) Latrille in der Presse (Maass, Gouffé 344); „Auf wen wollen Sie denn schießen?“ ... „Auf alle, alle, alle!“, schäumte Kluttig (rief er, außer sich vor Erregung, aus; Apitz, Wölfe 40); vor Wut schäumend verließ er den Raum. 3. (Technik) mithilfe von Luft, Gas o. Ä. porös machen, zu ↑Schaum (4) verarbeiten <hat>: Beton, Glas s.; geschäumter Kunststoff.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Schäumen — Schäumen, verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, Schaum von sich geben. Vor Wuth, vor Zorn schäumen. Mit dem Munde schäumen. Das Bier schäumet. Das Meer schäumet. Sieh, wie lieblich die… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Schäumen — Schäumen, s. Schaum …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • schäumen — ↑moussieren …   Das große Fremdwörterbuch

  • schäumen — V. (Aufbaustufe) Schaum an der Oberfläche bilden Beispiele: Dieses Shampoo schäumt schlecht. Der Sekt hat in den Gläsern geschäumt …   Extremes Deutsch

  • schäumen — 1. brodeln, moussieren, perlen, prickeln, sprudeln; (geh.): gischten; (landsch.): sausen. 2. auffahren, sich aufregen, aufschäumen, aus der Fassung geraten, außer sich geraten, die Beherrschung/Fassung verlieren, einen Gefühlsausbruch haben, sich …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • schäumen — schäu·men; schäumte, hat geschäumt; [Vi] 1 etwas schäumt etwas entwickelt Schaum <das Bier, die Seife, der Sekt, das Wasser> 2 vor Wut schäumen ganz wütend sein || ⇒↑überschäumen …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • schäumen — Schaum: Das Substantiv mhd. schūm, ahd. scūm, niederl. schuim, schwed. skum gehört vielleicht im Sinne von »Bedeckendes« zu der unter ↑ Scheune behandelten Sippe. – Abl.: schäumen »Schaum bilden; in Schaum umwandeln; außer sich sein vor Wut«… …   Das Herkunftswörterbuch

  • schäumen — schäu|men …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Schäumen — * Schawmen vnd wüten wie ein Mertzengaul. – Mathesy, 180b …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • schäumen —  schieme …   Hochdeutsch - Plautdietsch Wörterbuch

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